Förderung

20

Mai 2019

Rubrik > Förderung

Die Schule hört nicht mit dem Schellen zur letzten Stunde auf –  Begabtenförderung am Mariengymnasium

Im Rahmen der Begabtenförderung erweiterten einige Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II in den letzten Wochen ihren Horizont und nutzten zahlreiche abwechslungsreiche Angebote verschiedener Anbieter.

Teilnehmer begabtenforderung osterferien

Eines hatten diese Angebote gemeinsam – sie fanden nach dem regulären Unterricht statt, zum Teil sogar in den Osterferien. Wir als Schulgemeinde freuen uns, so wissbegierige Schülerinnen und Schüler zu haben, die zudem nach der Rückkehr auch noch tolle Ergebnisse präsentieren konnten: Die Teilnehmerinnen Antonia Platzbecker und Lill-Ann Winter gewannen beim ZDI-Feriencamp „ZDI hebt ab – alles rund ums Fliegen“ den Preis für das beste Video über ihre selbstgebastelten Quadrocopter. Das war bereits das zweite Mal in Folge, dass Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums den Preis für das beste Video gewinnen konnten.

Besonders spannend waren die letzten Wochen rund um die Osterferien auch für Diala Kleilat Delbi, Franziska Witt, Lena Schuster und Benedikt Hullmann. Sie sind die ersten Stipendiaten des Mariengymnasiums, die ein Stipendium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ergattern konnten. Dieses Stipendium beinhaltet einen vierwöchigen Auslandsaufenthalt, bei dem ein Betriebspraktikum absolviert wird. Für Diala Kleilat-Delbi und Franziska Witt ging es nach Italien, für Lena Schuster nach Teneriffa und für Benedikt Hullmann nach Finnland. Eine Erfahrung, für die alle vier zwar auf ihre Kursfahrten der Q1 verzichten mussten, auf die sie jedoch auch stolz und für die sie auch dankbar sind. Weitere Erlebnisberichte der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Begabtenförderung im Überblick:

 

von Franziska Witt: 

Wir absolvierten unser Auslandspraktikum in San Felice Circeo, einer kleinen Stadt zwischen Rom und Neapel in der Provinz Latina. Wir arbeiteten für 4 Wochen im Centro Ferie Salvatore, einer behindertengerechten Ferienanlage, die von Salvatore Avagliano und seiner Ehefrau, einer Essenerin, gegründet wurde um auch Behinderten die Möglichkeit zu geben, Urlaub zu machen. Zur Zeit der Gründung des Centros in den frühen Siebzigern war dies für Behinderte eine unmögliche Vorstellung, da es rollstuhlgerechte Hotels nicht gab. Salvatore Avagliano erkannte das Problem und gründete ein Ferienzentrum in San Felice Circeo, direkt am Meer gelegen. Dafür wurde er unter anderem auch vom Papst geehrt und mit einem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Wir konnten so viele eindrucksvolle Erfahrungen sammeln und wurden auf eine besondere Weise durch das Krupp-Stipendium für eine kurze Zeit Teil eines großartigen Unternehmens. Wir lernten den gesamten Alltag des Centros kennen und arbeiteten in allen Bereichen des Hotels. Unser Arbeitsalltag sah meistens so aus, dass wir morgens entweder beim Frühstück arbeiteten oder dass wir im Zimmerservice eingeteilt waren. Abends arbeiteten wir dann entweder in der Küche oder im Service und bedienten die Gäste. Wir konnten unglaublich viel über das Hotelgewerbe lernen und auch unsere Italienischkenntnisse verbessern. Wir bekamen auch die Möglichkeit, an vielen Ausflügen teilzunehmen und erkundeten interessante Gegenden wie Rom, Pompeji oder das Monte Cassino. Wir konnten so auch viel über die antike Geschichte lernen und beeindruckende Plätze wie das Forum Romanum oder die Ausgrabungsstätte in Pompeji besichtigen. Des Weiteren nahmen wir an einer Audienz des Papstes Teil und besichtigten den Vatikan. Aber auch das moderne Rom kam nicht zu kurz und wir konnten uns in der Stadt die spanische Treppe oder den Fontana di Trevi anschauen. Insgesamt waren diese 4 Wochen eine unglaubliche und eindrucksvolle Erfahrung, die uns sicher noch lange begleiten wird!!

 

von Benedikt Hullmann:

Als ich Anfang Oktober letzten Jahres meine Bewerbung für das Schülerstipendium der Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung einreichte, war mir nicht bewusst was für einen enormen Schritt ich dort getan hatte. Es folgte die erfolgreiche Auswahl im Bewerbungsgespräch und als einer von 50 SchülerInnen aus ganz Essen war ich für ein vierwöchiges Auslandspraktikum erwählt worden. Anfang Februar war es dann soweit: Wir durften die Reise nach Tampere, Finnland, meinem Praktikumsland, antreten.

Gemeinsam mit fünf anderen Stipendiatinnen sollte ich ein neues Land, eine interessante Kultur und eine, mir sehr ans Herz gewachsene, Gastfamilie kennenlernen. Mein Praktikum durfte ich in einer finnischen Mittelschule verbringen. Man kann sie mit einer deutschen Gesamtschule vergleichen, welche die Schuljahre fünf bis neun umfasst. Dort unterrichtete ich Deutsch, gestaltete Unterrichtsmaterialien und konnte das finnische Schulsystem näher kennenlernen. Überdies waren Besuche in Grundschulen an der Tagesordnung in denen ebenfalls unterrichtet wurde. Der Kontakt mit den häufig sieben- bis achtjährigen Grundschülern war besonders herzlich und spielerisch. Die Umarmungen und frohen Gesichter nach einer tollen Schulstunde bleiben mir positiv in Erinnerung. Besonders dankbar bin ich jedoch meiner Gastfamilie, die heute einen besonderen Platz in meinem Herzen besitzt. Für den neunjährige Sohn Lauri und die vierjährige Tochter Venla war ich wie ein großer Bruder und ich verbrachte zahlreiche fröhliche Nachmittage mit den beiden. Überdies ermöglichte die Familie mir diverse Aktivitäten und Erfahrungen, die mich nachhaltig prägten.

Ein Tag Snowboardfahren, eine Motorbootstour auf dem angrenzenden See, ein Tag in Helsinki und Besuch im Goethe Institut, ein Treffen mit den deutschen österreichischen und schweizerischen Botschaftern, ein Saunagang mit anschließendem Eisbad, ein Besuch im Freizeitpark, im interaktiven Computerspielmuseum… Ich könnte noch zahlreiche weitere Aktivitäten aufführen. Dieses Auslandspraktikum hat mich nachhaltig bewegt und mich persönlich, sozial und sprachlich positiv beeinflusst. Ich rate jedem der in Zukunft die Möglichkeit hat diese einmalige Chance zu ergreifen - es lohnt sich.

 

Teilnahme am ZDI-Feriencamp „Das ZDI hebt ab - Berufsorientierung zwischen Flughafen und Hörsaal“ von Antonia Platzbecker (8a), Lill-Ann Winter (8b) und Ole Dedy (8d)

von Antonia Platzbecker:

Unter dem Motto „Berufsorientierung zwischen Flughafen und Hörsaal“ bekamen Lill-Ann, Ole und Antonia aus der achten Jahrgangsstufe die Chance, gemeinsam mit etwa 20 anderen SchülerInnen an einem viertägigen zdi MINT-Feriencamp der Hochschule FOM teilzunehmen. Mit Hilfe eines Bausatzes konnten wir unsere eigene Drohne bauen und fliegen, wobei die ersten Flugversuche nicht ohne Herausforderungen waren.

Eine Exkursion führte uns zum Flughafen Essen-Mülheim, von wo aus der Zeppelin, aber auch zahlreiche Kleinflugzeuge regelmäßig über unsere Region starten. Wir lernten hier beim Vortrag „Ingenieure im Beruf“, bei der Besichtigung einer Flugschule sowie beim Probesitzen in einem Flugsimulator vor Ort einiges über die Arbeit im Bereich Flughafen und Flugverkehr. Am letzten Tag erstellten wir in Gruppen und mithilfe eines Computerprogramms zur Videobearbeitung einen Videoclip über das Feriencamp, wobei unserer beim abschließenden Video-Wettbewerb den ersten Platz belegte. Zwar waren unsere Ferien auf diese Weise etwas kürzer, aber dafür führte uns das Thema des Feriencamps in einer netten Gruppe und in lockerer Atmosphäre mit interessanten und tollen Erfahrungen hoch hinaus.

 

Von Sarah Daum:

 „Am Rande des Weltalls“ haben wir in Kleingruppen drei verschiedene Sonden aus Styropor gebaut, in der verschiedene Messgeräte und GPS-Tracker eingebaut werden mussten. Die beste Sonde bekam dann noch eine Halterung für das Maskottchen Max und wir haben die Flugroute vorausberechnet. Am vorletzten Tag haben wir dann unsere Sonde an einem Fallschirm und einem großen Ballon befestigt, in welchen wir Helium gefüllt haben. Kurz danach haben wir unseren Ballon mit der Sonde in die Stratosphäre geschickt. Nach ungefähr drei Stunden haben wir dann ein Signal von den GSP-Trackern bekommen und konnten die Sonde bergen. In einem Naturschutzgebiet haben wir sie schließlich gefunden und mussten die Sonde mit einem Teleskoparm von einem Baum herunterziehen. Leider ist unser Maskottchen Max, als der Ballon endlich geplatzt ist, abgefallen. Somit konnten wir Max am Ende nicht wieder mitnehmen. Als wir uns am nächsten Tag wieder getroffen haben, konnten wir die Daten auswerten und haben erfahren, dass die Sonde fast 38 km hoch geflogen ist. Ein normales Flugzeug fliegt auf etwa 10 km Höhe. Insgesamt war es eine spannende und lustige Zeit! Wir hatten jeden Tag aufs Neue sehr viel Spaß! Lernferien des Landes NRW – Begabungen fördern Von Tim Kapaun Ein Angebot des Landes NRW in den Osterferien war das Thema „Künstliche Intelligenz“. Von Montag bis Freitag der ersten Osterferienwoche fand diese Aktion in der Jugendherberge Dortmund statt und brachte sehr viel Abwechslung mit sich. Jeden Tag gab es ein Programm vor und nach dem Abendessen und am Abend gab es Aktivitäten wie einen Escape-Room, Improtheater, etc. Ebenfalls sind wir auf viele Ausflüge gefahren, wie z.B. in das Heinz-Nixdorf-Museum in Paderborn, das größte Computermuseum der Welt oder in das Fraunhofer Institut in Dortmund, dem Standort mit dem Schwerpunkt KI in der Logistik. Außerdem gab es noch verschiedene Vorträge von Fachleuten, die mit KI im Beruf arbeiten, bspw. Die Arbeit mit Social-Bots und wie man diese erkennt oder einem Vortrag über KI in der Wirtschaft. Am Donnerstagnachmittag haben uns dann einige Kommunalpolitiker der großen Parteien SPD, CDU, Grünen, FDP und der Linken aus Dortmund besucht, wo wir dann die Chance gehabt haben, mit diesen über das Thema Künstliche Intelligenz und deren Vor- und Nachteile zu diskutieren. Zum Ende der Woche haben wir die Aufgabe bekommen, für den Freitag ein kleines Projekt zum Thema KI zu erstellen, wie z.B. ein „Was-wäre-wenn-Szenario“. Alles in allem war die Woche sehr interessant und empfehlenswert. Wenn man sich für das Thema KI interessiert und gefragt wird, ob man darauf Lust hätte, sollte man dies auf jeden Fall tun. Durch die kleine Gruppe von ca. 20 Jugendlichen war auch ein familiäres Klima vorzufinden, das die Woche nochmals verbessert hat.

 

Lernferien des Landes NRW – Begabungen fördern

von Lisa Kriese

Die Osterakademie 2019 in Mülheim an der Ruhr thematisierte "Connectivity". Referenten aus verschiedenen Branchen, u.a. aus der Musikindustrie, der Kirche und der Wirtschaft, hielten zum Thema passende Vorträge. Genetzwerkt wurde aber auch unter den Teilnehmern. Es war ein fröhlicher Austausch von Schüler/innen aus ganz NRW.

Erstellt am 20.05.2019 - Rubrik > Förderung

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