Allgemeines

24

Juni 2026

„Wie schützen wir die Kinder und Jugendlichen im Hinblick auf die Risiken der sozialen Medien?“ – Medienminister Liminski und Oberbürgermeister Kufen am MGW

von Johanna Wiederhold

Am letzten Montag besuchten NRWs Medienminister Nathanael Liminski und Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen die Schülerschaft des Mariengymnasiums, um gemeinsam über die Frage ins Gespräch zu kommen, ob die Sicherheit in den sozialen Medien durch ein Verbot für unter 16-Jährige verbessert werden kann.

Es ist ein heißer Sommertag, als sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis Q1 in unserem Forum versammeln. Schon vor der Diskussion findet ein reger Austausch unter den Schüler*innen über die sozialen Medien und die damit verbundenen Chancen und Risiken statt.

„Wie schützen wir die Kinder und Jugendlichen im Hinblick auf die Risiken der sozialen Medien?“ – Medienminister Liminski und Oberbürgermeister Kufen am MGW

Gegen halb 9 geht es dann endlich los und Herr Liminski und Herr Kufen nehmen auf der Bühne unseres Forums Platz. Sowohl der Minister als auch der Oberbürgermeister sind sich schon zu Beginn der Podiumsdiskussion einig: Ein Verbot für unter 16-Jährige sei der falsche Weg. Es müsse viel mehr darauf ankommen, Jugendliche zu selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Bürgern heranzuziehen, die sich durch die komplexe digitale Welt fortbewegen können. Ziel dabei sei es auch, die emotionalisierenden und polarisierenden Inhalte des Internets entsprechend einordnen zu können und so eine faktenorientierte politische Meinungsbildung sicherzustellen.

„Politik darf nicht an Betroffenen generell und Jugendlichen im Besonderen vorbei Entscheidungen treffen, ohne mit ihnen gesprochen zu haben“, so Liminski. Das so eine Art der Politik auf großen Zuspruch trifft, wird auch im Forum deutlich, als es zu einem direkten Austausch zwischen Jugendlichen und Politikern kommt. Viele engagierte Schülerinnen und Schüler  melden sich an diesem Montag, um sich zu dem Thema der sozialen Medien zu äußern und Fragen zu stellen. „Ich glaube, dass ein Verbot richtig wäre. Die Zahl der psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen haben zugenommen. Ein paar der Ursachen dafür sind Bodyshaming, Cybermobbing oder Idealbilder.“, erklärt eine Schülerin unseren beiden Gästen. Medienminister Liminski sieht diese Auswirkungen der sozialen Medien als großes Problem und pflichtet ihr bei, dass es wichtig sei, eine Lösung dafür zu finden. Jedoch hält er es für wichtig, die Kinder und Jugendlichen früh mit der digitalen Welt zu verbinden, da ein großer Informationsaustausch genau über diese Portale stattfinde. Es müsse Regeln wie das Jugendschutzgesetz auch für das Internet geben, um die Sicherheit zu verbessern. Oberbürgermeister Kufen schlägt in diesem Kontext vor, eine Voreinstellung in die Plattformen zu integrieren, die es den Eltern ermöglicht, die Internetaktivitäten ihrer Kinder verwalten zu können.

Nach zwei Stunden intensivem Austausch zwischen Politikern und Schüler*innen wird es für die Politiker Zeit ihrem beruflichen Alltag nachzukommen, während es für die Schülerschaft wieder in den Unterricht geht.

Wir danken Herrn Liminski und Herrn Kufen, dass sie sich die Zeit genommen haben zu uns ans Mariengymnasium zu kommen und mit unserer Schulgemeinde ins Gespräch zu kommen! Ein weiterer Dank gilt unseren interessierten und meinungsstarken Schülerinnen und Schüler, die sich tatkräftig an der Diskussion beteiligt haben, sowie der SV für die Vorbereitung und Moderation!

Artikel von Johanna Wiederhold



Erstellt am 24.06.2026 - Rubrik > Allgemeines

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