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Dezember 2025

„Hilfe, die Herdmanns kommen“: Begeisternde Bühnenpremiere an unserer Schule

Zwei Abende, ein voll besetztes Forum und minutenlanger Applaus: Am 8. und 9. Dezember feierte unsere Schule mit der Aufführung von „Hilfe, die Herdmanns kommen“ einen ebenso humorvollen wie berührenden Theatererfolg. Auf der Bühne standen 35 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 und 6, begleitet von der Big Band unserer Schule – ein Gemeinschaftsprojekt, das eindrucksvoll zeigte, wie viel kreative Energie in unserer Schulgemeinschaft steckt.

„Hilfe, die Herdmanns kommen“: Begeisternde Bühnenpremiere an unserer Schule

Aufgeführt wurde das Stück von der erst im August dieses Jahres gegründeten Musikalisches-Schauspiel-AG, die von Andreas Wickel und Dr. Christian Bendel geleitet wird. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit entstand eine bemerkenswert professionelle Produktion, in der Theater, Musik und Technik auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden wurden.

Die Idee für das Stück entstand eher zufällig: Beim Weihnachtskonzert im vergangenen Jahr hatte Dr. Christian Bendel mit seiner damaligen fünften Klasse eine Szene aus dem Roman „Hilfe, die Herdmanns kommen“ aufgeführt – und die Begeisterung im Publikum war sofort spürbar. „Andreas Wickel sprach mich danach an, ob wir nicht den ganzen Roman auf die Bühne bringen könnten“, berichtet Christian Bendel. „Er hatte bereits Songs dazu geschrieben. So kam alles ins Rollen."

Die Vorlage stammt von der amerikanischen Autorin Barbara Robinson und erzählt die Geschichte der sechs Herdmann-Kinder – bekannt als „die schlimmsten Kinder aller Zeiten“. Ausgerechnet sie übernehmen alle Hauptrollen im Krippenspiel. Da sie die Weihnachtsgeschichte nicht kennen, verlaufen die Proben zunächst im Chaos. Am Ende jedoch entsteht ein Krippenspiel, das viele als besonders ehrlich, berührend und überraschend empfinden – voller Humor und mit neuen Perspektiven auf den Sinn von Weihnachten.

„Wir wollen genau dieses Stück – mit genau diesen Kindern – aufführen“, sagt Christian Bendel und verweist augenzwinkernd auf ein Zitat der Figur Mutter Miller im Stück. Die Nachfrage nach der AG war enorm: Über 40 Schülerinnen meldeten sich an, 35 hielten bis zur Aufführung durch. „Mit sehr, sehr viel Spaß – trotz oder gerade wegen der intensiven Proben“, so Bendel.

Diese Intensität zeigte sich auch in der Vorbereitung: Neben den regulären Proben fand Ende November ein Probenwochenende in unserer Schule statt – mit langen Durchläufen, Chorarbeit und szenischem Feinschliff. Dabei galt: Auch wer im Chor stand, spielte mit vollem Einsatz Theater. „Es gab überhaupt keinen Streit“, erzählt Ida aus der Klasse 5a. „Alle waren mit Herzblut dabei.“

Die Musik für das Stück wurde eigens von Andreas Wickel geschrieben und von Musiklehrer Leon Kunze für Orchester arrangiert. Die Big Band unserer Schule, in der auch viele (ehemalige) Kolleginnen und Kollegen aktiv mitwirken, sorgte für den mitreißenden Live-Sound.

Hinzu kamen ein selbst gestaltetes Bühnenbild, liebevoll zusammengestellte Kostüme – teils gebastelt oder aus dem Kollegium gespendet – sowie eine aufwendige Licht- und Tontechnik. Verantwortlich dafür war die Technik-AG unter Leitung des Zehntklässlers Tim Schuldt, die mit kabellosen Mikrofonen, Headsets und professioneller Beleuchtung für ideale Bedingungen sorgte.

Natürlich blieb auch Raum für Humor: Bei der Generalprobe wurde kurzfristig ein neuer Laufweg für den Beginn des Stücks abgesprochen. „Die Kinder sollten außen links laufen – liefen aber rechts“, erinnert sich Christian Bendel lachend. „Plötzlich standen sie auf der Terrasse, wo sie definitiv nichts zu suchen hatten. Wir haben viel gelacht – und danach lief alles perfekt.“

Das Ergebnis waren zwei Abende voller Witz, Wärme und weihnachtlicher Botschaft, die das Publikum gleichermaßen zum Lachen und Nachdenken brachten. Mit den „Herdmanns“ hat unsere Schule nicht nur ein erfolgreiches Theaterstück auf die Bühne gebracht, sondern einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn Engagement, Kreativität und Teamgeist zusammenkommen – ein starkes Zeichen für lebendiges Schulleben und eine Weihnachtsgeschichte, die noch lange nachwirkt.

Leanne Wenzel

(Fotos der Bildershow von Jürgen Bunert und Anika Hübinger)



Erstellt am 10.12.2025 - Rubrik > Allgemeines

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