Austausch und Fahrten

Klassenfahrt der 8. Mädchenklassen

Segeln auf dem Ijsselmeer -fünftägige Klassenfahrt unter sozial-pädagogischem Aspekt Seit dem Schuljahr 2004/05 führen die achten Mädchenklassen gemeinsam eine Klassenfahrt der besonderen Art durch: Segeln mit Plattbodenschiffen auf dem Ijsselmeer. Diese Fahrt findet unter einem sozial-pädagogischem Aspekt statt. Dieser Aspekt ergibt sich durch die Gegebenheiten der Fahrt von selbst: Die Mädchen verbringen auf engem Raum mehrere Tage miteinander. Auf jedem Boot ist ein Skipper und ein Maat ( können auch Frauen sein), mit denen die Mädchen zusammenarbeiten und deren Anweisungen an Bord bindend für die Mädchen sind. Diese Struktur erweist sich häufig als eine neue, ungewohnte Erfahrung.

Geplante Tagesabläufe verändern sich plötzlich, da das Wetter das Segeln und die Ziele bestimmt. Das Leben auf dem Boot wird von den Schülerinnen durch Übernahme und Durchführung alltäglicher Notwendigkeiten gestaltet und gemeinschaftlich reflektiert. Das bedeutet:

  •  Selbstversorgung, d.h. jede Schülerin übernimmt im Rahmen einer Kleingruppe die Vorbereitung von einem Frühstück, Mittag- und Abendessen, verbunden mit allen dazu gehörenden Arbeitsinhalten.
  • Jede Schülerin übernimmt im Rahmen des Segelns bestimmte Funktionen bei der Durchführung der Segelmanöver. Die Segelaufgaben entwickeln sich zum Teil von Tag zu Tag in Abhängigkeit vom Wetter neu.
  • Die Schülerinnen übernehmen verantwortlich Aufgaben, die für ein Zusammenleben auf diesem speziellen Raum wichtig sind: Weckdienst, Bootssprecherin, Reinigungsdienst ( Jede Schülerin ist einen Tag verantwortlich für die Reinigung der allgemein genutzten Räumlichkeiten einschließlich der Hygieneeinrichtungen) u.a. .
  • Im Rahmen einer täglichen Reflexion führt jede Schülerin ihr „ Logbuch“ zur Fahrt und übernimmt die Verfassung eines Tagesberichtes in ihrer Arbeitsgruppe. + Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Morgenbeginn vor dem Frühstück, jeweils in den einzelnen Klasse.
  • Es wird darauf hin gearbeitet, dass die Klassen am letzten Tag in Form einer Miniregatta( nicht auf Zeit, sondern auf technische Durchführung ausgelegt ) ihre Boote in Eigenregie vom letzten Übernachtungshafen zum Zielhafen segeln.

Es finden 3 vorbereitende Termine statt:

1. Ein Informationsabend unter Mitwirkung des Veranstalters für Schülerinnen und Eltern

2. Ein mehrstündiger Samstagstermin : Die Grenzen des anderen und seine eigene Grenzen erkennen und anerkennen. Übungen zur Fremd – und Eigenwahrnehmung Organisation : Planung für das Essen, Kajütenbelegung, Vermittlung erster Kenntnisse zum Segeln< Knoten

3 . Ein Nachmittagstermin , Freitag vor der Fahrt, Einkauf für die ersten 2 Tage ( keine Frischware), letzte Information zur Fahrt.

Lässt der Wind es zu, kann auch auf einer der kleinen Isselmeerinsel gegrillt werden und die Schülerinnen dürfen auch die Hände ans Steuer legen. Anschließend findet an Land ein Fußballspiel Lehrer/innen gegen eine Überzahl von Schülerinnen statt. Auch wenn manche Gegebenheiten von den Schülerinnen als gewöhnungsbedürftig beschrieben werden (z.B. enge Kabinen, „ seltsame“ Toiletten, lange Wege zu den Duschen ...) , so wurden bei allen bisher durchgeführten Fahrten immer wieder ähnliche Grundaussagen getätigt : „ Ich habe Mitschülerinnen neu und intensiver kennen gelernt, besonders auch Schülerinnen aus den Parallelklassen.“ „Diese Schülerin ist netter, als ich dachte.“ „Ich fand es toll, für alle zu kochen.“ Es waren bislang immer sehr schöne Fahrten.

Λ Seitenanfang Λ