„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen.“ (Isaac Asimov)
„Gesundheit bezeichnet den Zustand des Wohlbefindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich psychisch und sozial in Einklang mit den Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet. Gesundheit ist nach diesem Verständnis ein angenehmes und durchaus nicht selbstverständliches Gleichgewichtsstadium von Risiko- und Schutzfaktoren, das zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt immer erneut in Frage gestellt ist. Gelingt das Gleichgewicht, dann kann dem Leben Freude und Sinn abgewonnen werden, es ist eine produktive Entfaltung der eigenen Kompetenzen und Lernpotentiale möglich, und es steigt die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu integrieren und zu engagieren.“ (Klaus Hurrelmann, 2010)
Das Mariengymnasium macht es sich zur Aufgabe, die Kinder in ihrer Entwicklung zu gesunden und mündigen Bürgern auch außerhalb des Unterrichts zu begleiten und zu fördern. Dazu sind die
Gesundheitserziehung in ihrer ganzheitlichen Form mit der Gewaltprävention und der Demokratieerziehung eng verbunden.
Das Mariengymnasium macht es sich zur Aufgabe, die Kinder in ihrer Entwicklung zu gesunden und mündigen Bürgern auch außerhalb des Unterrichts zu begleiten und zu fördern. Dazu sind die
Gesundheitserziehung in ihrer ganzheitlichen Form mit der Gewaltprävention und der Demokratieerziehung eng verbunden.
Die Prävention findet für die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikationsfähigkeit, Suchtverhalten und demokratische Teilhabe statt. Das Institutionelle Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt stellt dafür eines der wichtigsten Grundlagen unseres Handelns und Lebens am Mariengymnasium dar. Einzelne Beispiele verdeutlichen, was dies konkret bedeutet.
Erlebnispädgogische Projekte oder AGs tragen dazu bei, den Schülerinnen und Schülern ein besseres Gefühl für ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen zu vermitteln und sie so zu stärken. Dies gilt auch für Selbstverteidigungs- oder Selbstbehauptungskurse. Ein weiterer Aspekt ist der Schutz vor den Gefahren des Internets. Hier sollen die Schüler und Schülerinnen z. B. mithilfe der Medienscouts über die süchtig machenden Mechanismen erfahren und die Qualität verlässlicher Quellen erkennen lernen. Dazu tragen auch Besuche durch die Jugendkontaktbeamten der Polizei und Aktionstage wie der „Safer Internet Day“ bei.
Der Bereich der Persönlichkeitsentwicklung beinhaltet die Begleitung und Förderung der individuellen Entwicklung der Schülerinnen und Schülern über den Unterricht hinaus. Außerdem ist es wichtig, dass Jungen und Mädchen über Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenzen verfügen. Diese Schlüsselqualifikationen ergänzen und verbinden die anderen Bereiche. Der Schulsanitätsdienst soll hier ein Bestandteil sein oder auch die AG „Der gute Ton“ kann einen Beitrag leisten. Die Demokratieerziehung beginnt schon in den Klassen durch die Klassensprecher und wird durch unser Konzept, z. B. Durch Workshops zum Thema Rechtsradikalismus und des jüdischen Lebens in Werden in Vergangenheit und Gegenwart ergänzt.
Die einzelnen Bereiche des Präventionskonzeptes können nicht immer trennscharf voneinander gesehen werden, sondern sind miteinander verschränkt. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, der im Schulalltag selbstverständlich in fast all unseren Handlungsbereichen eine Rolle spielt. Daher ist die grundsätzliche Ausrichtung an einem Schulleben, das auf respektvollem und partnerschaftlichem Umgang beruht, von großer Wichtigkeit. Dieser Grundsatz wird am Mariengymnasium intensiv mit einem Konzept vielfältiger außerunterrichtlicher Aktivitäten in den Bereichen Gesundheitserziehung, Gewaltprävention und Demokatieerziehung, das über alle Jahrgangsstufen von der 5. Klasse bis zur Q2 umgesetzt wird, verfolgt.