Austausch und Fahrten

Welcome to St.Tropez

Erstmals fuhr eine Gruppe unserer Schule in diesem Schuljahr nach St.Tropez. Lesen Sie weiter unten den Bericht von Frau Galemann, die diese Fahrt organisiert und begleitet hat.

Eine Sprache lernt man am besten im Ausland! Das Mariengymnasium hat deshalb eine lange Tradition von Austauschprogrammen nach England, Frankreich, Italien und Polen. Nach der letzten Reise nach Méru / Picardie (Nordfrankreich) im März 2014 stand jedoch fest, dass die dortige Kollegin, Madame Feugey, ein Sabbatjahr einlegen würde. Sofort stand fest, dass ein Schuljahr ohne Austausch mit Frankreich nicht in Frage kam! Ein Tapetenwechsel ist immer eine spannende Herausforderung. So begab ich mich auf die schwierige Suche nach einer neuen Partnerschule im französischsprachigen Ausland. In der "Partnerbörse" des Deutsch-Französischen Jugendwerks, in der in der Regel eher die deutschen Kollegen Suchanzeigen nach französischen Partnern schalten als umgekehrt, traute ich meinen Augen nicht, als ich den Text einer jungen Kollegin in St. Tropez entdeckte, die einen Austausch nach Deutschland organisieren wollte. Ein "6er" im Lotto! dachte ich. Trotz erheblicher organisatorischer Probleme, von den Madame Stefanini zu Beginn noch nichts ahnte, ließ die engagierte Lehrerin nicht von ihrem Plan ab und so wurde unser Traum am 12. März Realität, an dem wir uns mit 8 Schülerinnen und zwei Schülern aus den Klassen 7-9, sowie Frau Warthmann und meinem Sohn Jonas als Begleitung in Düsseldorf zu einem traumhaften Flug über die Alpen und das Mittelmeer trafen, um in Nizza zu landen. Die zuvor herausgesuchten Busverbindungen funktionierten zwar nicht wie vorgesehen, aber auch das wurde von unseren Gastgebern souverän gemanagt, die uns wegen unserer Verspätung statt an der Schule am Bahnhof in St. Tropez abholten und den geplanten Begrüßungscocktail und netten Willkomens-Worten der Schulleiterin auf den nächsten Tag verlegten. Nach einem Abend in den Gastfamilien trafen wir uns am nächsten Tag im Collège Moulin Blanc - umgeben von Pinienwäldern, Palmen unter blauem, sonnigen Himmel mit Möwen - welch eine Kulisse für einen Schultag!! Unser Kennenlernprogramm mit erprobten Spielen und sprachlichen Aktivitäten zum Thema "eine Reise im Tandem" wurde darum auch zum Teil nach draußen auf den Schulhof verlegt, in sehr entspannter, netter und offener Atmosphäre. Essen in der Kantine gehört für französische Schüler wegen des Ganztagsschulsystems zum Alltag - wir waren eingeladen! Den Nachmittag hatten wir zur "freien" Verfügung und so begaben wir uns in einer Foto-Rallye auf eine erste Entdeckung zu dem noch verschlafen wirkenden Touristenmagneten mit Hafen, Citadelle und Altstadt. Am Abend waren wir mit der gesamten Gruppe von den Eltern zu einem beeindruckenden Büffet in einer Segelschule am Meer vor wunderschöner Kulisse eingeladen - welch eine Gastfreundschaft! Das Wochenende verbrachten die Jugendlichen in ihren Gastfamilien und hatten am Montag natürlich viel zu erzählen, von Café- und Restaurant-Besuchen, Kino-, Bowling-, Shoppingunternehmungen, Strandwanderungen (bei sehr bewegtem und damit außergewöhnlichem Mittelmeer!). Viele hatten den Eindruck, an einem Wochenende ein ganzes Urlaubsprogramm absolviert zu haben. Auch die anderen Gewohnheiten im Vergleich zu Deutschland, wie späteres Essen, andere Tisch- und Begrüßungsgewohnheiten ("hier geben sich auch Männer ein Küsschen!"), spätere Schlafzeiten etc. wurden eifrig diskutiert. Die am Freitag begonnen sprachlichen Aktivitäten wurden fortgesetzt und beide Nationen kamen sich rein physisch und mental näher. Während nachmittags die französischen Schüler dem "normalen" Unterricht folgen mussten, durften wir, angeleitet von einem Profi, auf DEM bekannten Platz in St. Tropez, Place des lices, eine Partie des Nationalsports "Boules" (in Deutschland bekannter unter dem Namen "boccia") spielen. Welch Glück wir mit dem Wetter dabei hatten, wurde uns am nächsten Tag klar, an dem sich das stille Wasser des Mittelmeers noch einmal in eine wütende See verwandelte. Morgens ging es - zunächst harmlos - mit einigen Aufgaben zum Markt - nachmittags dann unerschrocken auf's Wasser, dieses durften wir dann von unten, von oben und von den Seiten genießen! Einige Gesichter, vor allem die der Lehrerinnen, änderten dabei merklich die Farbe! Ziel dieser dann doch recht kurzen Bootsfahrt über den Golf war Ste. Maxime, das es dann zu entdecken galt. Nach diesem touristischen Programm war für Mittwoch dann Unterricht in der französischen Schule angesagt, der Nachmittag frei, für Aktivitäten innerhalb der "Tandems, die das wiedergekehrte Wetterhoch ausgiebig am Strand und in St. Tropez genießen konnten. Auch unser letzter, gemeinsamer Ausflugstag nach Grimaud wurde von unaufhörlichem Sonnenschein begleitet, so dass wir alle gemeinsam das französische "savoir vivre" in dem wunderschönen alten Ort mit Schlossruinen und bei einer Schifffahrt in der Lagunenstadt Port Grimaud erfahren durften. Eine kleine Wasserschlacht in der Mittagspause und ein Besuch am Strand rundeten das Programm des Tages ab. Voller mediterraner Eindrücke und vielen äußerst netten Begegnungen flogen wir am Freitag, den 20.3., nach 8 Tagen nach Deutschland sehr dankbar für diese südländische Gastfreundschaft zurück und erwarten sehnsüchtig den Gegenbesuch in genau einem Monat.

Diashow

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